TRICKSTERS - PARSON & JACK RUSSELL TERRIER

 
 
 
 

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Buffy - „Das Mäuselchen“

 

Ihr Motto:

"Ball oder Herrchen - das ist hier die Frage!"

Buffy zog als zweiter Jackie bei uns ein, eigentlich, um der Hund für Herrchen zu werden, der Spike nun garnicht sein wollte - und sie überraschte uns vom ersten Tag an – sie war wirklich das genaue Gegenteil von Spike und das nicht nur in Bezug auf die Größe.

Lieb, anhänglich, immer bemüht, es einem Recht zu machen (dachten wir damals), klein, aber ungemein zäh imponierte sie uns oft in der Art und Weise, wie sie sich gegenüber Spike behauptet hat, der sie mehr als einmal mit Hingabe an ihren Ohren hinter sich durch die Wohnung schleppte und sich augenscheinlich über das lebende Spielzeughundchen freute.

Von ihrem Vater soll sie nicht nur die Ohrhaltung, sondern auch das Faible für Bälle geerbt haben, egal in welcher Größe jagt sie dem Objekt der Begierde nach und ignoriert dabei ausnahmsweise auch Anweisungen von Herrchen, dem sie sonst nie freiwillig von der Seite weicht.

Buffy gehört mit ihren 29 cm Schulterhöhe zu den kleinen Vertretern der Rasse und entspricht im Standard der FCI aus diesem Grund einem Jack Russell Terrier – gerade dadurch verfügt sie aber über eine ausgezeichnete Kurvenlage und hängt des öfteren die Großen im Sprint ab. Sie ist klein und drahtig und die Vertreterin des sportlich-muskulösen Typs, was man durch ihre Glatthaarigkeit besonders gut sieht > sie hat eine beneidenswert knackige Figur, die auch die Kinder nicht ruinieren konnten.

Buffy ist unser „Mäuselchen“ und manchmal – entgegen dem, was man immer den Terriern nachsagt - viel zu gut für diese Welt. Trotzdem ist sie auf die ihr eigene Art eine getarnte und ab und an biestige Emanze und macht letztlich doch meistens, was sie will. Typisch Frau hat sie das erste und das letzte Wort und springt beim Anblick fremder Hunde regelmäßig wie ein Feuermelder an, was auch ab und zu Stefan zur Verzweiflung treibt. Mit nach hinten geklappten Ohren und der Rückenrolle bringt sie ihn aber immer wieder schnell dazu, ihr zu verzeihen. Zähneknirschend zwar und ab und zu dauert es auch mal etwas länger, aber die größere Ausdauer liegt denn doch bei ihr. So sind die Frauen halt und Stefan´s Widerstand ist eher gespielt als echt. Und das weiß Buffy auch.

Ihr Job im Rudel ist es aufzupassen, was sich wann warum von wo nähert - sie ist fast immer auf Sendung und überwacht oder besser scannt den Horizont nach Feinden, Freunden und natürlich nach Bällen. Nach einigen Jahren der Arbeit haben wir es mittlerweile aber geschafft, sie davon zu überzeugen, dass wir doch meistens mehr sehen als sie und dass es zwar nett, aber unnötig ist, uns auf alle möglichen feindlichen Annäherungen hinzuweisen...

Erst die Kinder, die rückblickend viel zu früh kamen, dann die Karriere:

Nachdem Buffy im Frühjahr 2005 die Begleithundprüfung mit Erfolg bestanden hat und Stefan mit einer überragenden Leistung am letzten Start der Hundstage-Saison davon überzeugte, es zu können, wenn sie es denn will, startet nun auch Buffy im Agility in der A2 bei den Mini´s.

Mittlerweile hat sie ihr Tempo gesteigert und lässt Stefan ab und an auf dem Platz hinter sich herrennen, das eine oder andere Mal hat es ihn dabei auch schon aus der Kurve oder in die Hindernisse getragen... Nun geht es daran, die Geheimnisse der Führtechnik mit einem schnellen Hund doch kennenlernen zu müssen. "Langsam kann ja jeder..." *grins*

Da bei Buffy ohne Bällchen wenig geht, gibt es den Ball jetzt nur noch kontrolliert in Verbindung mit Agility, das motiviert und spornt an und Buffy ist nun mit einem Eifer bei der Sache, der vermuten lässt, hier könne Doping im Spiel sein. Mit der Hausaufgabenhilfe Thomas und Philipp im letztjährigen Urlaub im Hotel Wolf und der Auffrischung durch das diesjährige Frühjahrsseminar bei Thomas (und natürlich der Umstellung des Trainings) kann Buffy recht entspannt in ihre Zukunft schauen - die aktuelle Saison zeigt, dass hier deutliche Fortschritte gemacht wurden. So gelang der Aufstieg in die A2 recht fix, was aber auch die Nacharbeit des leidigen Slalom-Themas zwingend erforderlich machte. Gut, dass der Garten so groß ist und auch einen in allen Varianten umbaubaren Slalom beherbergt. Mal schauen, ob es bis zum Urlaub im Hotel Wolf funzt, langsam wird es knapp mit der Zeit... ;o)

Buffy würde im Interview zwar sicherlich dafür plädieren, mehr den Ball einzusetzen und weniger dafür zu verlangen, aber hier sitzt Stefan am längeren Hebel und grinst zuletzt :o)

Nachdem die Mutterzeit vorbei ist, genießt Buffy also ihr Leben und hat sichtlich Spaß, Coco bei den Welpen helfen zu können - nicht zu müssen. Da wird manch unliebsame Arbeit doch fast zum Genuss, soweit man bei Säuberungsaktionen von Kleinkindern davon reden kann. Als Tante macht sie eine genauso gute Rolle wie als Mutter und ist sichtlich froh, dann aber abends bei Herrchen im Bett die Decke über den Kopf ziehen und nicht bei dem Frischlingspack liegen bleiben zu müssen ;o)

Buffy ist ein Herrchenhund und irgendwie ist es rückblickend zum Schmunzeln, dass es zweier Anläufe bedurfte, bis sich Stefan´s Traum erfüllt hat - während ich ungewollt im ersten Versuch zu "meinem Hund" kam, den ich nie haben wollte. So hält nun also Buffy ihr Herrchen auf Trab, lässt mit einem Grinsen seine Erziehungsversuche über sich ergehen, um dann doch alles ganz anders zu machen und ihn wieder mal auszutricksen. Und bevor ich es vergesse: dieser kleine, so sonnig scheinende Herrchenhund klaut! Er klaut Bälle - klaro. Aber er klaut auch sonst alles vom Tisch, was für ihn interessant zu sein scheint. Soviel also dazu, dass das Mäuselchen der netteste Terrier von allen ist ;o)

 
 
 

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